Die wildesten Dinge können einer Tagträumerin passieren, und wenn eine ein Lied davon singen kann, dann Florence Welch: die 25-Jährige hat in den letzten Jahren mehr erlebt als manch einer in einem ganzen Leben. Ihr Debütalbum, das sie in ihrem Südlondoner Schlafzimmer erträumt hatte, fegte einmal rund um den Globus durch sämtliche Charts und verkaufte sich weltweit über drei Millionen Mal. Doch nicht nur ihr Album „Lungs“ hat die Welt gesehen, auch Florence + The Machine selbst war seit Erscheinen des Debüts ständig und überall unterwegs und hat gezeigt, dass sie live eine absolute Wucht ist.
Nach einigen Monaten, die sie in ihrem geliebten London mit dem Schreiben von neuen Songs sowie im Studio zugebracht hat, wagte sich Florence im Oktober 2011 mit ihrem zweiten Longplayer zurück in die Welt, wo sie mit tosendem Applaus begrüßt wurde. „Ceremonials“ ist ein unglaublich rundes, in sich fast schon erschreckend schlüssiges Album, vorgelegt von einer experimentierfreudigen Künstlerin in Höchstform; es ist der ultimative Beweis für ihren „unverbesserlichen Hang zum Maximalismus“, wie Florence selbst sagt. Maximal toll wird es auch wieder werden, wenn sich die rothaarige Florence zu ihren Songs auf der Bühne wiegt und schüttelt und manchmal gar umfällt – aber auch immer wieder aufsteht.